Gypsy & Jazz
Gypsy & Jazz – was ist der Unterschied zwischen traditionellem Jazz und Gypsy-Jazz? Jazz-Manouche, Sintiswing, Gypsyjazz, Zigeuner-Jazz – die Jazz-Musik der Sinti und Nachfahren der franzรถsichen „Manouche“ oder „Bohemians“ (wie die Sinti in Frankreich genannt werden) hat viele Namen. Ihnen allen gemeinsam ist die starke Verbreitung der Saiteninstrumente und speziell der Gitarre in dieser Musik.

Ausgelรถst durch das musikalische Genie des in Belgien geborenen und in Frankreich aufgewachsenen Sinto Jean-Baptiste „Django“ Reinhardt ist die Geschichte der Swingjazz-Gitarre sehr eng mit seinem Namen verknรผpft. Django Reinhardt hat die Jazz-Gitarre im europรคischen und internationalen Jazz zu dem gemacht hat was sie heute noch ist: einem wunderbaren Soloinstrument.
Unterschiede bei Gypsy- und Jazz
Der grundlegenste Unterschied zwischen Gypsyjazz (oder auch Jazz-Manouche genannt) und normalem oder „traditionellem“ Jazz liegt sicherlich hauptsรคchlich in der Spielweise.
Aber auch in der Auswahl der Instrumente. Weiter ist auch die Songauswahl unterschiedlich (wobei es dabei durchaus auch viele รberschneidungen gibt). Selbstverstรคndlich werden von den Sinti-Musikern auch oft die sog. Jazz-Standards gespielt (Beispiel: „All of Me“ oder „Sweet Georgia Browne“).
Genau dadurch gibt es eben auch viele Songs die im Standard-Jazz nicht zu finden sind und welche durch Einflรผsse anderer Musikstile entstanden.
Im Jazz-Manouche sind sehr viele verschiedene Einflรผsse unterschiedlichster Stile enthalten. Wie z.B. dem des ungarischen รsardas, des franzรถsischen Musette-Walzers, des spanischen Flamenco und der eigenen Musik der Sinti und Roma, aber eben auch Standard-Jazz. Und dies alles hat diese Musik geprรคgt und mit komplettiert.
Django Reinhardt & Gypsy-Jazz
Django Reinhardt, zusammen mit Stephane Grapelli der (Mit-)Begrรผnder des „Quintette du Hotclub de France„, hat im wesentlichen die Spielweise des Jazz-Manouche auf der Gitarre beeinflusst. Durch einen Unfall im Alter von 19 Jahren schwer verletzt, konnte Django Reinhardt seine linke Greifhand nur sehr eingeschrรคnkt bewegen. Weshalb er viele Akkorde und auch Soli meist nur mit 2-3 Fingern spielte. Und seine Spieltechniken haben (bis heute) den Gypsyjazz maรgeblich mit beeinfluรt und geprรคgt. Hier kann man mehr รผber die Lebensgeschichte von Django Reinhardt nachlesen.

Nรคheres dazu auch in meinem Gitarren-Lehrbuch „Gypsyjazz Guitar – A Tribute to Gypsyjazz“, erschienen beim Verlag Alfred Music Publishing, Kรถln (ISBN 10: 3933136865).
Die Spielweise des Jazz-Manouche unterscheidet sich daher in vielen Punkten (z.B. durch die verwendete Anschlagstechnik, das spezielle Akkordspiel, die Solistik usw.) sehr stark von der Art des traditionellen (Jazz-)Gitarrespiels. Diese Spieltechniken sind im wesentlichen Gegenstand der hier auf Gypsyjazz-Workshop.net angebotenen LIVE- und Online-Workshops.
Mehr รผber die Geschichte des Jazz-Manouche und wie er entstand gibt es hier nachzulesen. Viele weitere Infos zum Thema Jazz-Manouche, Gypsyjazz, Sintiswing oder Zigeuner-Jazz, die Musik der Sinti und Roma wie auch News aus der Gypsyjazz-Szene, ein Archiv fรผr alte Gypsyjazz-Gitarren und die History des Gypsyjazz und noch vieles mehr. Denn alles was man รผber Jazz-Manouche wissen sollte, findet ihr auf unserer Partnerseite www.jazzmanouche.de nachzulesen.

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